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Bikram Yoga


Coucou!

Wieder ein neues Experiment. An mir selbst durchgeführt. Seid gespannt.

Diesmal mache ich eine Woche Bikram Yoga, wie ihr euch wahrscheinlich schon anhand des Titels gedacht habt. Und zwar gemeinsam mit meiner Freundin Viola. Wir haben uns das schon Monate vorgenommen und immer eine andere Ausrede gefunden, wieso wir die Probewoche wieder um 1-2 Wochen nach hinten verschieben müssen. Aber jetzt ist es so weit und wir starten durch!

Und Euch nehme ich auch mit. 😚

Das Studio

Das Bikram Yoga Studio Schottenring hält als Versuchslabor her. Für mich ist es super praktisch zu erreichen, weil ich nur ein paar Minuten davon entfernt wohne, aber auch für alle anderen ist es in direkter Lage an der U2 und U4 Schottenring gut gelegen.

Das Kursangebot ist richtig groß, egal ob du Frühaufsteher bist oder doch lieber erst nach der Arbeit eine auspowernde Yogaklasse besuchen möchtest, hier findet man auf jeden Fall die richtige Uhrzeit und somit auch kaum Ausreden, wieso sich Yoga heute nicht ausgeht. 😉

Wir haben uns an 5 von 7 Tagen Klassen ausgesucht:

Samstag, Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag.

Was ist Bikram Yoga?

Die Einheit dauert 90 Minuten, der Raum hat eine Temperatur von 40 Grad und es werden 26 Körperstellungen in immer gleicher Reihenfolge hintereinander durchgeführt. Es ist ein Mix aus stehenden und liegenden Positionen und jeder Muskel und jede Zelle kommt mal an die Reihe.

Hier sehr ihr die Abfolge der Positionen:

Los geht's... 🚀

Yogaklasse #1 - Samstag

Es ist Samstag, der 4. Februar, gestern war also Freitag und ich hab mir ein paar Cocktails gegönnt, weil die Woche so anstrengend war. Vermutlich nicht die beste Vorbereitung auf die erste Bikram Yoga Klasse meines Lebens, aber auch nach meinem letzten Selbstversuch, über den ihr hier lesen könnt, habe ich scheinbar noch nichts dazu gelernt und glaube immer noch ich weiß es besser als die Leute, die die Empfehlungen auf diversen Homepages verfassen. Immerhin an eines habe ich mich gehalten: spätestens 2 Stunden vor der Klasse das letzte mal zu essen, zum Frühstück gab es eine Banane und den Rest der Eierspeis, die mein Bruder sich gekocht hat und ihm dann zu viel war (kleiner random Fact über mich am Rande: ich kann kein Essen wegwerfen, da esse ich es lieber selbst, obwohl ich gar keinen Hunger mehr habe).

Das Yogastudio ist schon beim Reinkommen richtig warm aufgeheizt gewesen, als erstes mussten wir unsere Wochenkarte kaufen, diese Schnupperkarte für 7 Tage kostet 10€ und kann innerhalb der Zeit für einen Aufpreis von 30€ auf ein Monat verlängert werden. Das Angebot finde ich super, denn nach einem Monat weiß man wirklich, ob man im Alltag Zeit dafür hat und sich eine reguläre Mitgliedschaft auszahlt.

Die heutige Stunde wurde von einer Australierin geleitet, die momentan in Berlin wohnt und für die nächsten 2 Wochen im Bikram Yoga Studio in Wien zu Gast ist. Die Matten liegen dicht an dich, der Raum wir immer voller und irgendwie findet jeder einen Platz.

Das Gefühl danach:

Erst einmal bin ich mega froh, dass es vorbei ist. Es ist mir vorgekommen wie vier Stunden, nicht wie 1,5 Stunden. Ich bin einfach komplett nass, es fühlt sich aber nicht an als hätte ich tatsächlich geschwitzt vor Anstrengung, sondern mein Körper hat einfach alles Wasser was ich ihm mühsam am Vormittag zugeführt habe über sämtliche Poren wieder hinausbefördert. Angeblich kommen dabei alle Giftstoffe mit raus....

Zuhause angekommen geht es mir gut, ich bin etwas müde und freue mich auf eine nicht all zu warme Dusche, aber im großen und Ganzen fühle ich mich fit und gut durchgeschwitzt. 🙈 mhhhhm, lecker.

Yogaklasse #2 - Montag

Montag, ich komme direkt von der Arbeit. Heute war ich generell müde und ein bisschen unproduktiv. Viola und ich haben gehofft, dass eine andere Lehrerin unterrichtet, aber es ist wieder die asiatische Australierin die so unglaublich schnell redet und uns immer durch klatschen motivieren möchte. Der Raum ist wieder voll, diesmal sind aber mehr, ich sag jetzt einfach mal Studentinnen da. Im Gegensatz zur Einheit am Samstag, wo mehr ältere Teilnehmer waren ist die Gruppe diesmal jünger und besteht hauptsächlich aus Frauen.

Das Gefühl danach:

Die Stunde hat wieder gefühlte vier Stunden gedauert und nicht bloß 90 Minuten, aber gut, wir haben es geschafft. Heute hatte die Lehrerin ein bisschen Probleme mit der Temperatur im Raum, es war immer wieder zu heiß, dann hat sie die Kühlung eingeschalten, dann war es zu kalt... nicht ganz ideal. Am Ende während der Entspannung hat sie dann unabsichtlich das Licht aufgedreht, da haben ein paar Teilnehmer gleich ganz böse geschaut, weil sie in ihrer Ruhephase gestört wurden. Irgendwie lustig.

Was mir sonst aufgefallen ist: ich habe Pickel bekommen, im ganzen Gesicht, besonders auf der Stirn. Ich glaube es kommt vom Yoga, vom Schwitzen und davon, dass ich meinen Kopf immer wieder auf das Handtuch legen muss, wo ich ein paar Minuten zuvor mit den Füßen gestanden bin. Vielleicht ist es auch eine Überreaktion meinerseits, vielleicht sind es einfach nur die Giftstoffe, die da ausgeschieden werden, und das wäre dann ja was gutes. Wenn sie nur schnell wieder weggehen, diese bösen Pickelchen.

Als ich um kurz nach 6 bei meiner Mama zum Essen bin fragt sie mich wieso ich so müde und erschöpft aussehe, dabei habe ich mich eigentlich ganz fit gefühlt nach der Einheit. Naja, vielleicht liegt es auch daran, dass ich kein Make-up und nicht mal Wimperntusche oben habe...

Yogaklasse #3 - Dienstag

Heute hat mich Viola im Stich gelassen 😟. Aber ich habe mich überwunden und bin alleine zur Klasse gegangen. Diesmal hat die Stunde schon um drei begonnen, ich dachte da könnte etwas weniger los sein, aber falsch gedacht, der Raum war schon wieder voll und die Matten lagen dicht an dicht. Leider hatte ich heute das Pech, dass ein Mann neben mir lag dem die Hitze im Raum nicht so gut bekommen ist... innerhalb der ersten halben Stunde war eine Lacke auf seiner Matte und es hat so nach Schweiß gerochen, dass ich mir ernsthaft überlegt habe aus dem Raum zu gehen, weil ich es einfach kaum ausgehalten habe. Zu meinem Glück hat dann aber er beschlossen raus zu gehen und so konnte ich die restliche Stunde wieder etwas besser atmen und hatte nicht die ganze Zeit Angst, dass er sich irgendwie bewegt und mit seinem komplett nassen Körper an mir ankommt. Wirklich.. daran habe ich die ganze Zeit gedacht. brrrr. grauslich! Aber nichts passiert. Zum Glück.

Die Lehrerin war heute eine andere, Sarah und ihre Klasse hat mir besser gefallen. Sie war nicht so hektisch wie die andere Lehrerin und hat wirklich jeden Schritt gut angesagt, und sich nach der Stunde sogar erkundige, wie es war.

Das Gefühl danach:

Heute habe ich Dehnungen an Stellen gespürt, da wusste ich noch nicht einmal, dass es überhaupt etwas zu dehnen gibt. Die Positionen haben sich besser angefühlt, was denke ich an der Anleitung der Lehrerin gelegen hat, da ich manche Sachen bei den ersten beiden Stunden einfach ein bisschen falsch durchgeführt habe, weil keiner gesagt hat, wie es wirklich gehört.

Heute habe ich mich übrigens vor und nach der Klasse abgewogen, weil ich dachte danach habe ich bestimmt 5kg weniger, weil man so viel Wasser verliert. Aber nichts, 20dag weniger. Also vielleicht schwitzt man doch gar nicht so viel, wie ich die ganze Zeit denke...

Sonst fühle ich mich auch heute wieder fit. Ich glaube ich werde die Woche nochmal eine Stunde probieren an einem Tag wo ich davor nichts essen, ich habe mir zwar immer brav an die 2 Stunden gehalten, die man davor nichts essen soll, aber ich glaube einige Übungen gehen nochmal besser, wenn man wirklich gar nichts gegessen hat.

Yogaklasse #4 - Mittwoch

Ein Satz mit X - Das war wohl nichts. Ich habe die Stunde verpasst. War eine Stunde zu spät beim Yogakurs und stand vor verschlossenen Türen. Nagut, dann morgen wieder. ☝🏼

Yogaklasse #4 - Donnerstag

Diesmal aber wirklich!

Ich war alleine da und habe den Kurs um fünf Uhr besucht. Es war wieder total voll und ein neuer Lehrer. Also neu für mich. Ich glaube so schnell und viel wie dieser hat keine der anderen bisher geredet. Was ganz witzig war, dass er immer in seiner Erstsprache gezählt hat. Es sind wieder mehr Männer, die sind auch älter. Diesmal habe ich mich so platziert dass links und rechts von mir junge Frauen liegen, da fühle ich mich einfach wohler und bin nicht so abgelenkt.

Das Gefühl danach:

Mir ist es so so so schlecht gegangen. Vielleicht habe ich mittags zu viel gegessen, vielleicht war ich allgemein schon erschöpft, vielleicht war die Temperatur im Raum doch zu hoch. Ich konnte nicht mal alle Übungen durchziehen und musste immer wieder Pause machen, weil mit schwindlig war. Die große Wasserflasche war so schnell leer und neues holen habe ich mich nicht getraut, weil man den Raum während der Stunde nicht verlassen darf/soll und ich die bösen Blicke der fleißigen Yogis nicht auf mir spüren wollte. Ich war wahnsinnig froh als die Stunde vorbei war und wollte nur noch nach Hause und ins Bett.

Fazit 💭

Bikram Yoga ist echt eine Sache für sich und ich glaube entweder man liebt es auf Anhieb oder man wird sich nie so recht damit anfreunden können. Ich selbst gehöre wohl der zweiten Gruppe an. Es ist mir einfach viel zu heiß. Ich möchte nicht nass geschwitzt sein, zumindest nicht vor Hitze. Denn ob die Übungen von sich aus wirklich anstrengend sind weiß ich gar nicht, glaube ich aber nicht. Es ist einfach nur die wahnsinnige Luftfeuchtigkeit und die Temperatur, die das Bikram Yoga für mich so anstrengend machen.

Die Art von Yoga gefällt mir auch aufgrund ihrer Hektik nicht so gut. Man muss total schnell von einer in die nächste Position wechseln, vom Liegen zum Sitzen, von einer anderen Position zum Stehen. Es geht immer hin und her und man kann nur mitmachen wenn man den Kopf ausschaltet. Das funktioniert dafür aber richtig gut und tut in gewisser Weise auch gut. Kopf ausschalten, jede Bewegung wird angesagt alles was du spürst ist dein Körper und die Hitze. Die anderen Personen im Raum nimmt man nicht wahr, die Konzentration ist auf die Bewegungsabläufe gerichtet. Alle Gedanken die einem im Kopf herumschwirren verschwinden und man fühlt sich frei.

Trotz dieser teilweise meditativen Wirkung habe ich das Yoga wenig entspannend gefunden, man hat kaum eine Sekunde zum Durchatmen, der Yogalehrer spricht ununterbrochen und als spirituell habe ich es auch nicht wirklich empfunden.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass die Woche auf jeden Fall eine interessante Erfahrung für mich war. Ich könnte mir vorstellen Bikram Yoga alle 5-6 Wochen zu machen um dem Körper alles Schlechte ausschwitzen zu lassen und den Kopf frei zu bekommen.

Für eine regelmäßige Praxis mehrmals die Woche kann ich mich aber nicht begeistern, da müsste ich mir als erstes einmal eine Kurzhaarfrisur zulegen. Denn ums Haare Waschen kommt man nicht herum und das ist für mich eines der Hauptargumente gegen Bikram Yoga, da wird die 90 Minuten Einheit schnell zu einem 3-Stunden Unterfangen, wenn man jedes Mal danach Haare waschen, föhnen, stylen muss. Gerade im Winter geht es ja wirklich nicht mit nassen Haaren den Nachhauseweg durch den eiskalten Winter anzutreten.

Ich denke die Probewoche ist wirklich eine gute Sache und man sollte diese jedenfalls nutzen, bevor man sich für einen Block oder eine Dauerkarte entscheidet.

Habt ihr schon einmal Bikram Yoga ausprobiert?

Wie hat es euch gefallen?

Oder habt ihr Lust es einmal zu probieren?

💋 Lisa

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