• Lisa Buchegger

#MeToo


Coucou!

Seid ihr auch schon über den Hashtag #metoo gestolpert, der momentan in allen sozialen Medien seine Kreise zieht?

Hierbei geht es um die Tatsache, dass sexuelle Übergriffe an Frauen allgegenwärtig sind. Enstanden ist der Hasthag #metoo durch die Affäre rund um Harvey Weinstein, einen amerikanischen Filmproduzenten, der große Hollywood-Filme dreht. Es sind berühmte Models und Schauspielerinnen, die sich in den letzten Tagen zu Wort gemeldet haben und davon berichten von Weinstein sexuell belästigt worden zu sein.

Die Schauspielerin Alissa Milano hat mit ihrem Twitterpost eine Bewegung gegen sexuelle Belästigung entfacht, so sollen sich Frauen weltweit, mit oder ohne Details von Vorfällen berichten, in denen sie Opfer von sexueller Belästigung wurden.

Der eigentlich Ursprung der Bewegung liegt bereits 10 Jahre zurück und wurde von einer Aktivistin aus New York, die sich für die Rechte junger, schwarzer Frauen einsetzt gegründet.

Manche posten also nur Bilder oder einen Status und schreiben kommentarlos #metoo darunter, andere erzählen eine Geschichte. Und das möchte ich jetzt auch tun.

Das erste was mir in den Sinn gekommen ist, ist ein Vorfall der bereits einige Jahre zurückliegt. Ich war zu dieser Zeit in Paris, es war Herbst oder Winter und ich musste ein paar Stationen mit einer super überfüllten Pariser Metro fahren. Einmal reingequetscht haben mich natürlich überall andere Menschen, Rucksäcke etc. berührt, so habe ich mir nichts gedacht, auch an meinem Po etwas zu spüren. Im Nachhinein betrachtet komme ich mir doch recht naiv vor. Auch wenn es sich ein bisschen komisch angefühlt hat, ich war so eingequetscht, dass ich mich nicht mal ein bisschen drehen konnte und außerdem waren es ja nur ein paar Stationen. Also blieb ich stehen und dachte das ist vielleicht ein Rucksack, eine Aktentasche oder sonst was, was irgendjemand von den Menschen rund um mich transportiert.

Erst als meine Station gekommen war und ich mich langsam aus der Metro rauswurschteln konnte, mich irgendwie nochmal umdrehte sah ich den grauslichen lüsternen Grinser, den mir ein ungepflegter mitt-vierziger zuwarf und in dem Moment lief es mir eiskalt über den Rücken, denn da wurde mir bewusst, dass ich gerade mehrere Minuten seine Hand an meinem Arsch gehabt habe, und das nicht einmal bemerkt habe. Das Lachen habe ich heute noch vor Augen, als er verstanden hat, dass ich es jetzt bemerkt habe, was er gemacht hat. Das war wahrscheinlich noch eine größere Befriedigung für ihn. Die Ubahntüren schlossen sich und ich stand am Bahnsteig, wurde von der Masse mitgetragen und dachte nur pfui pfui pfui, wie ekelhaft ist dieser Typ und wie grauslich fühl ich mich grad, dass der, wenn auch der Stoff meiner Jeans dazwischen war dieser Mann gerade wirklich seine Hand auf meiner Pobacke platziert hatte, und zwar komplett bewusst und auch bestimmt ohne schlechtem Gewissen.

Ob ich das schon mal jemandem erzählt habe? Bisher nicht. Irgendwie war es mir schon unangenehm. Und auch heute noch ist in mir ein unangenehmes Gefühl, wenn ich daran denke. Den Mann hätte ich nie wieder gefunden, passiert ist (wenn ich mir so manch andere Storys die in den letzten Tagen veröffentlicht wurden, anschaue) ja auch "nichts" - ein komisches Gefühlt hat es trotzdem bei mir hinterlassen und eine bleibende Erinnerung, die mir auch noch jetzt - Jahre später - sofort eingefallen ist.

💋 Lisa

#metoo

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