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© 2017 by Lisa Buchegger

Juice Cleanse - ein Tag, sechs Säfte

Coucou!

 

Ich habe mich endlich getraut! Bereits seit über einem Jahr wollte ich es ausprobieren und habe nie den richtigen Zeitpunkt gefunden. Bis ich beschlossen habe, dass das mit der Vorbereitung einfach zu viel ist für mich und ich einfach so einen Saft-Tag einschiebe, ohne meinen Körper tagelang darauf vorzubereiten. 

Ich werde berichten, ob ich es bereue oder es sich trotzdem gut anfühlt. 

 

Jetzt ist es gerade 12 Uhr am 12. Dezember und ich trinke meinen 3. Saft..

Aber alles von Anfang an...

 

Im Oktober habe ich bei einem Gewinnspiel von Rauch Juice Bar den Gutschein für einen eintägigen Juice Cleanse gewonnen, ich habe mich natürlich total gefreut, weil es mir 

1. die Recherche und Entscheidung darüber erspart hat, welchen Juice Cleanse ich machen möchte

2. ein Zeitlimit vorgegeben hat, denn der Gutschein ist nur bis Ende des Jahres gültig

3. mir ein bisschen Geld erspart hat, denn ein Tag kostet 30€

 

Am Freitag habe ich mir also die Säfte abgeholt mit der Intention Samstag und Sonntag Vorbereitungstage einzulegen, mich von Salaten und Suppen zu ernähren und keine fettigen, kohlehydratlastigen, zuckerhaltigen Sachen zu mir zu nehmen....

NAJA... ich sage mal das hat nicht geklappt, so ehrlich muss ich sein. 

Freitags war ich aus, Samstags habe ich mir Essen bei TEWA bestellt und Sonntags war ich bei meinem Eltern im Wochenendhaus, auf einem Weihnachtsmarkt und bei meiner Oma, die gerade Vanillekipferl gebacken hatte... 

Aber ich habe ja sowieso einen Saumagen, und dachte mir bevor die Säfte schlecht werden, trinke ich sie trotzdem heute und schaue mal, wie mein Körper reagiert. Leben am Limit.. oder so 😉

 

0. Vorbereitung

Bevor der erste Saft des Tages getrunken wird... Ich habe heute um 8 Uhr einen Kurs und bin deswegen schon super früh wach. Empfohlen wird, dass man vor dem ersten Saft ein Glas Wasser mit Zitrone trinkt - Zitronen habe ich nicht zuhause... Habe mich ja wirklich super vorbereitet, sage ich mir selbst. Gut, dann mache ich mir eben einen Tee aus meinem Adventkalender von Dr. Kottas. Da war heute passenderweise ein Basentee drinnen, der ist, dachte ich, bestimmt nicht schlecht als Vorbereitung. Also habe ich mir den Tee gemacht, 2 Tassen davon runtergeschüttet meine ersten beiden Säfte geschnappt und hab mich auf den Weg zur Uni gemacht. 

 

1. King Kale

Den ersten Saft namens King Kale habe ich am Weg zur Uni getrunken. Geschmacklich fand ich ihn richtig gut, ich mag Green Juices generell ganz gerne. Der Geschmack war sanft und nicht zu grün, wenn man das so beschreiben kann. Die Zutaten sind: Kohl, Apfel, Spinat, Ingwer und Zitrone. Um 8 Uhr hatte ich den ersten Saft fertig, nur das letzte Schlückchen habe ich nicht runterbekommen, denn da haben sich alle möglichen Flankerln angesammelt, und das finde ich einfach so widerlich, ich mag nicht mal Orangensaft mit Fruchtfleisch. Also werde ich mir erlauben das bei allen Säften so zu machen, wenn ich spüre dass kleine Frucht-Flanklern kommen. 

 

Neben den Säften soll man noch gaaaanz viel trinken. Ich habe deshalb eine 600ml Flasche mit dem restlichen Basentee mitgenommen und brav immer wieder ein paar Schluck genommen. 

 

2. Veggie Wake Up

Nachdem der erste Saft so super runterging, habe ich mich eigentlich schon auf den nächsten gefreut. Doch gleich beim ersten Schluck hat sich mein ganzer Körper gesträubt, die Rote Rübe schmeckt so penetrant heraus, der ganze Saft schmeckt, als würde man Erde essen. Der Geruch macht auch nichts besser. Und das alles musste ich während meines Seminars möglichst unauffällig trinken. Eine echte Herausforderung um 10 Uhr morgens. Zum Glück hatte ich meinen Tee, den habe ich genutzt um den Saft und den Geschmack, den er in meinem Mund hinterlassen hat wegzuspülen. 

Hier war das Problem mit dem Flankerln am Boden noch schlimmer, den letzten Zentimeter habe ich nicht mehr runterbekommen. Die Zutaten von Veggie Wake Up sind Apfel, Sellerie, Rote Rübe, Ingwer, Fenchel. Jetzt wo ich mir die Zutatenliste anschaue, könnte die Ursache des Grauens auch der Fenchel gewesen sein. Aber die Kombination war für mich sehr schwierig und ich war froh, als dieser Saft endlich leer war. Immerhin hat er mir geholfen mit meinem Tee weiter zu kommen. 😜

 

3. Green Detox

Wieder ein Green Juice, diesmal aber nicht so sanft wie der erste Saft des Tages. Im Green Detox Saft sind Spinat, Brokkoli, Gurke, Rucola und Ananas. Ich fand ich bei den ersten Schlucken sehr bitter und sauer, in der Mitte ging es und am Ende war es fast nicht mehr auszuhalten und ich hatte am ganzen Körper Gänsehaut und meine Gesichtszüge nicht mehr unter Kontrolle. Meinem Bruder habe ich eine Schluck kosten lassen, der war ganz begeistert und wollte am liebsten gleich die ganze Flasche leertrinken, habe ich aber nicht erlaubt - aber vielleicht bekommt er auch einen Gutschein für einen Juice Cleanse zu Weihnachten, wenn ihm das so gut schmeckt. ☺️

 

Halbzeit

Jetzt mache ich mir erst mal einen neuen Tee. 1 Liter habe ich schon geschafft heute, aber 2-3 Liter sollen es im Laufe des Tages noch werden. 

 

Fazit nach 3 Säften: Mir geht es gut, ich war zwar gefühlt alle 8 Minuten auf der Toilette, weil ich sonst nie so viel trinke, aber das ist okay und ich will ja detoxen - da müssen die Giftstoffe ja irgendwie raus. Sonst habe ich keine Nebenwirkungen, ich fühle mich fit und Hunger habe ich garkeinen. Obwohl die Vanillekipferl in der Küche schon eine große Versuchung sind, aber die gibts dann morgen! 😋    Heute bleib ich standhaft und zieht das durch. 

 

4. Adonis

Adonis, riecht nach Babykotze und schmeckt nach Koriander. Was haltet ihr von dieser Kombination? Das war der mit Abstand grauslichste Saft. Ich hoffe er ist wirklich gesund, weil der war schwer runterzubekommen für mich. Mehr habe ich dazu nicht mehr zu sagen. Stattdessen möchte ich dieses Bild einfügen. Ich denke mein Standpunkt ist klar. 😬

 

 

Vielleicht hätte man den Saft auch ohne Koriander bestellen können, dazu hätte ich mich aber besser vorbereiten müssen und die Zutatenliste lesen. Das war dann wohl die Strafe dafür, dass ich so unbedacht an den Juice Cleanse herangegangen bin. 😷

 

5. Greenwich

Die zwei Stunden zwischen den Säften vergehen so schnell! Der letzte Green Juice ist an der Reihe. Zutaten: Mangold, Spinat, Sellerie und Apfel. Schmeckt ganz okay. Nach dem Koriander-Schock ist alles wo kein Koriander drin ist ein Genuss. 

Er ist dem ersten Saft "Kale King" recht ähnlich, schmeckt auch sanfter und hat nur eine leicht bittere Note. Was mir auffällt ist auf jeden Fall, dass mein Bauch ganz flach ist, obwohl ich so viel in mich hineinleere. Kein Blähbauch und ich bin auch wirklich fit den ganzen Tag, manchmal nach dem Essen brauch ich schon ein bisschen eine Pause, heute nicht. Die Säfte versorgen mich also scheinbar gut mit Energie. 

 

6. Almond Bliss

Bliss ist ein gutes Stichwort, denn ich war wirklich mit Freude erfüllt, dass der letzte Saft ein bisschen weniger healthy ist und ein bisschen mehr an ein Dessert erinnert, als an Babyessen oder sonst was. Mandelmilch, Vanille und Banane sind im Almond Bliss versteckt. Die Vanillenote ist da, aber nicht zu penetrant. Die Banane riecht man total, wodurch es richtig süß und dessertmäßig wirkt. Ein gutes Ende, so gut, dass ich fast versucht bin, bald wieder einen Detox-Tag zu machen! 😉

 

Aber jetzt mal sehen, wie mein Körper reagiert. Ob es ihm was ausmacht, dass ich so radikal und ohne Vorbereitung auf Flüssignahrung umgestiegen bin. 

Vom Gefühl her muss ich sagen, dass ich richtig voll bin. Trotzdem habe ich Lust irgendwas festes zu essen. Aber das ist wohl ein Trick des Gehirns, weil er das einfach nicht gewohnt ist. 

 

Was ich jedoch wirklich finde, ist, dass man sich für den Juice Cleanse einen Tag frei nehmen sollte. Nicht nur frei von essen, sondern auch frei von Stress, frei von Verpflichtungen und vielleicht kann man dadurch den Effekt ja noch verstärken. 

 

Soweit so gut, für heute habe ich genug geschrieben. 

Ich werde mich morgen nochmal melden, um zu berichten wie der Tag danach sich anfühlt, auf welches Essen ich Lust habe und was mein Körper zu den ganzen Säften sagt!

 

7. Der Tag danach

Der Tag danach war eine Achterbahn. Heute ist schon der Tag nach dem Tag danach, also der 14. Dezember. 

Gestern bin ich morgens ins Büro und mir ging es gut. Abgesehen von einer kleinen Verkühlung, die sich über Nacht eingeschlichen hat. Sozusagen als Frühstücksersatz habe ich eine Suppe ohne Einlage gegessen. In der Mittagspause bin ich dann in ein Lokal ums Eck, wo es nur eine vegetarisches oder ein fleischiges Gericht gab. Daher hatte ich keine Wahlt und musste Kaspressknödel bestellen. Das war wohl das blödeste, was ich hätte machen können.

Kaum waren die Dinger in meinem Bauch habe ich leichte Bauchschmerzen bekommen.

Noch kein Grund zur Sorge, ich dachte ich habe einfach ein bisschen zu viel gegessen. Nach der Arbeit bin ich direkt in die Uni gefahren, weil ich um 16 Uhr Seminar hatte. Da hat der Spaß dann begonnen, während des Seminars ist mir total schwindlig und schlecht geworden. So schlimm, dass ich bei der Hälfte gehen musste, mir ein Taxi vor der Tür genommen habe, weil ich dachte ich kippe gleich auf der Straße um, und so schnell wie möglich nach Hause gefahren bin. Dort musste ich mich übergeben und mir war weiterhin wahnsinnig schwindlig und schlecht. Dann konnte ich ein bisschen einschlafen, am Abend habe ich ein Bad genommen - danach war es besser. Aber heute, also am 2. Tag nach der Saftkur rumort es immer noch in meinem Bauch und mir wird schwindlig sobald ich aufstehe oder mich etwas schneller bewege. 

 

8. Fazit

Ich weiß nicht, ob es mit dem Juice Clense zusammenhängt, ich einfach den Käse im Essen nicht vertragen habe oder ich mir einen Magen-Darm Virus eingefangen habe, aber schön war die Erfahrung nicht. 

Ich habe schon das Gefühl, dass mein Magen nach den 6 Säften einfach mega empfindlich war und auf das fettige Essen schlecht reagiert hat. Dass es mir aber so schlecht gehen würde, hätte ich nicht gedacht. 

Mein Tipp für alle, die also mal einen Juice Cleanse ausprobieren wollen: nehmt das nicht so auf die leichte Schulter wie ich es getan habe. Wahrscheinlich ist es für den Körper doch eine ganz schöne Belastung, die man mit sanftem, nicht fettigem Essen gut überstehen kann. 

Ich bin gerade immer noch total schwach und hoffe nur, dass ich in ein paar Stunden wieder fit bin und das ganze wirklich nur mit dem Magen zu tun hatte, und keine Krankheit draus wird. 

Für mich hat sich die Juice Cleanse Sache jedenfalls erledigt! Das traue ich mich bestimmt kein zweites Mal, lieber mal einen Rohkosttag oder einfach generell gesund essen. Das scheint mir für den Körper besser und auch auf die Dauer effektiver, denn ein Tag so eine drastische Umstellung, das war für mich und meinen Körper anscheinend einfach nicht gut.

 

Es tut mir total leid, dass dieser Beitrag so emotional geworden ist und so negativ geendet hat. Ich hoffe ihr könnt trotzdem für Euch persönlich etwas mitnehmen und hoffentlich kann euch meine Erfahrung vor so einem schrecklichen Tag bewahren, wie ich ihn gestern erleben musste.

 

Passts gut auf euren Körper auf, und wenn euch was nicht schmeckt, dann trinkt oder esst es nicht. Der Körper weiß selbst doch immer noch am Besten, was er will und braucht!

 

Ich bin gespannt auf Eure Meinung, habt ihr schon mal einen Juice Cleanse gemacht, und wie war es für euch? Wieviele Tage habt ihr euch das getraut? Und habt ihr eine Veränderung wahrgenommen oder vielleicht sogar ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht?

 

💋  Lisa

 

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